D i e   B e i c h t a n d a c h t  

 
    strenge Auslegung - Grundlage christlicher Erziehung  
     
           
   eine   schwierige  Forderung,  die  die  katholische  Kirche  über  Jahrhunderte,  unseren  Siedler-
   Generationen stellte.
 

 Wie  unsere  Ahnen  diese  christliche   Auffassung  verinnerlichten,  ist  mit unserem  heutigen 

 

 Wahrnehmungsverständnis   nicht   zu  erfassen.  Es   ist    zu   berücksichtigen, unter  welchen

 

 gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und religiösen Umständen unsere Dorfgemeinschaft,

 

sich über Jahrhunderte entwickelte.

 

 

 

 
    1. Anrufung des Heiligen Geistes
   
  Heiliger  Geist, ich bitte dich, hilf mir, dass ich meine Sünden recht erkenne,  von Herzen bereue,
  aufrichtig beichte und mich ernstlich bessere ....
  Vater unser ...  Gegrüsset  seist .....
         
   

2. Gewissenserforschung

 
     
 

1.  Glauben und Beten

     
  Ich habe morgens und abends nicht immer gebetet

                          

  Ich habe unandächtig gebetet
  Ich war nicht in der Religionsstunde
  Ich habe über den Glauben gespottet
   
  2. Heilige Namen
  Ich habe heilige Namen leichtsinnig ausgesprochen
  Ich habe geflucht  ( wie oft ? )
  Ich habe falsch geschworen
   
  3. Sonntag
  Ich war am Sonn-und Feiertag nicht in der heiligen Messe ( wie oft ? )    Im  Beichtstuhl  -   Rechenschaft vor Gott oder
  Ich habe in der Kirche geschwätzt und gelacht Besinnung/Nachdenken über Recht u. Unrecht
     
  4. Eltern    
  Ich war gegen meine Eltern trotzig
  Ich war gegen meine Eltern unverschämt
  Ich habe meinen Eltern nicht gefolgt
  Ich habe meinen Vorgesetzten nicht gefolgt
   
  5. Andere
  Ich habe gerauft
  Ich habe andere geschlagen
  Ich habe andere verspottet
  Ich habe andere gehasst
  Ich habe andere zu einer Sünde verführt  ( zu welcher ? wie oft ? )
  Ich war schadenfroh
  Ich habe Tiere gequält
   
  6. Unkeusch
  Ich war unkeusch im Denken  ( wie oft ? )
  Ich war unkeusch im Reden ( wie oft ? )
  Ich war unkeusch im Tun, allein ( wie oft ? ) Die Familie 
  Ich war unkeusch im Tun, mit anderen ( wie oft ? ) - tief  verankert  im  christlichen  Glauben
       
  7. Stehlen    
  Ich habe gestohlen ( viel ? )
  Ich habe anderen Schaden gemacht ( großen ? )
  Ich habe Gefundenes nicht zurückgegeben
   
  8. Lügen
  Ich habe gelogen
  Ich habe die Fehler anderer weiter erzählt
  Ich habe andere verleumdet - (von anderen Schlechtes erzählt,
                                                              was nicht wahr ist)
  Busstag   ( Kirchengebot )
  Ich habe den Freitag nicht als Busstag gehalten ( ab 14 Jahre - wie oft ? )
   
  Ostern  ( Kirchengebot )
  Ich habe an Ostern nicht die heilige Kommunion empfangen
   
  Hauptsünden
  Ich war stolz
  Ich war geizig
  Ich war neidisch
  Ich war zornig
  Ich war unmäßig im Essen

 Eine  junge  Familie, die den Vater verloren hat,

  Ich war unmäßig im trinken

 trotzdem  ist der Glaube an  Gott ungebrochen.

  Ich war faul

 Der  Glaube als  die Quelle des Überlebens  (?)

    3. Reue und Vorsatz  
     
  Alle meine Sünden bereue ich von Herzen. Es tut mir leid, dass ich Gott beleidigt habe. Ich will mich ernstlich bessern
  und die Gelegenheit zur Sünde meiden.
    4. Beichte  
     
  Gelobt sei Jesus Christus - in Reue und Demut bekenne ich meine Sünden.
  Das letzte Mal habe ich am ...... gebeichtet.
  Sündenbekenntnis
    5. Busse verrichten    
     
    6. Nach der Beichte - Dank und Bitte    
  Himmlischer Vater, ich denke dir, dass du mir meine Sünden in der heiligen Beichte verziehen  
  hast. Ich will dich nie mehr beleidigen. Ich will dein gutes Kind sein, dir treu dienen und deine  
  Gebote halten. Hilf mir in der Stunde der Versuchung - Amen  
  Vater unser ...  Gegrüsset seist  .....  
 

Die Sanktannaer Gemeinschaft, in ihrer Voll-oder Unvollkommenheit, wie sie einst mal war

 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  Bauern,  Handwerker,  vor   allem  viele Kinder  und  alles  unter  christlich-abendländischen Himmel, dies war der
  Lebensinhalt  unserer Siedlergenerationen;  alle kirchlichen Segnungen dienten alleine diesem Ziel "der  Kontinuität".
  Auch unter  Wahrung  strenger  christlicher Erziehung,  dürften  unsere Siedler  ihre  Glückseligkeit erfahren haben.
  Glückseligkeit und Kontinuität, nur darauf kommt es an !
 
  Wir,  die  globalisierten Nachfahren, Repräsentanten  einer  Hightech - Gesellschaft haben den Ort unserer  Geburtstätte 
  verlassen und leben in einer sich rasant veränderten Welt.  Durch unsere immer größer werdende Mobilität, verdichten
  wir die Zeit mit mit einer Geschwindigkeit, die den Raum immer enger werden läßt.
  "Mobilität  führt  zum   Stillstand"   -   Stillstand  in  der   Besinnung,  Wahrnehmung gesellschaftlicher und familiärer
  Verpflichtungen Nicht  dass  ich jetzt   als   Messias  erscheinen  möchte,  aber ein gewisses Maß an christliche Tugenden
  würde unserer Seele die Zeit geben, um unsere Glückseligkeit zu erfahren.
 

Auch wir haben  Anspruch auf Glückseligkeit,
 Kontinuität definieren Teile unserer Gesellschaft, leider,  nur als Option !