S a n k t a n n a

S a n t a n a

LEGENDEN

DIALEKT

HOME IN-PRINT ESSAY GALERIE1 GALERIE2 MESSAGE PORTRÄT

HISTORY

    ARCHIV E-CONTACT EPILOG STATISTICS HOG-2011 LINKS
   

Über  Sanktanna

    Start__________  
     

About  St. Anna

 
    Über Sanktanna_=>  

                      

 
     Geografische Lage  

Seit der Gründung im Jahr 1742,  unterliegt der  Ort einer  flexiblen Namensanpassung.

     Relief & Bodenschätze  

           

     Klima und Vegetation  
   

   Geschichte______

 
   
   Chronologie_____  

             

   
   Lokalverwaltung_  
   
   Bevölkerung____  
               
   Schulwesen______  
   
   Gesundheit &Soz.  
   
   Kirchengemeinden_  

1748

 bereits   sechs  Jahre  nach  der  Gründung der  Ortspfarrei  (1742)  -  verfügt
     Kaiserin  Maria Theresia,  die  Erbkönigin  von Ungarn,  die   Umbenennung
   Kultur & Tradition_   der  Siedlung  Komlos   (Komlosch)  auf  Sanktanna. Dieser

    Name bezog sich sowohl auf das alte Komlos, das ein Jahr
   Wirtschaft______   zuvor  vom  Wiener  Hof  sogar  den  Status eines   Markt-
    fleckens   erhalten  hatte,   als  auch  auf  das  Ödland  der
   HOG__________   Gemarkung   Fako,  auf  dem  sich  die   ersten   deutschen
    Siedlerfamilien niederließen.
   Autoren________   Beide, Alt- und Neusiedlung, unterschied man schon bald
    durch vorgesetzte  Erläuterungssilben:    A L T -  St.Anna
   Dokumentation___   beziehungsweise  N E U - Sanktanna.
    Auf  dem  ältesten  Besiedlungsplan,   1783/84   des   nach
   Feedback_______   Westen zu angelegten Schachbrettortes erkennt man die

Maria Theresia

    ungarischen Namen "Uj.St.Anna" ( also Neu-St.Anna) und am Rande "Komlos", letzteres ergänzt
   

durch den deutschen Vermerk "Markt Alt-Sz.Anna. " (Dt.-
    St.- und ung. - Sz sind vertauscht worden)."
    Die Differenzierung   der  Zwillingsorte  in   Neu- und Alt
    blieb im offiziellen Gebrauch eigentlich bis  auf  den  heu-
    tigen   Tag    erhalten  -   im   örtlichen  Bereich konnte  sie
    sich jedoch nicht durchsetzen.  Nämlich,  es bürgerte sich
    für  die  Fako Neusiedlung  der  Wiener  Name   "St.Anna"
    ein.
    Die   alte   Niederlassung   hingegen  hieß   im Volksmund
    weiterhin Komlosch, auch das gilt bis heute.
    Symbol der Habsburger Monarchie  

           
 

Szent Anna

 das  amtliche Ungarn beachtete die lokale Benennung nicht, demnach  findet
   man auf den Atlanten und Urkunden nur die ungarischen Schreibvarianten
  für  Neu- und   Alt-Sanktanna ,   so   z.B:  "Uj-Szt.Anna" /

  "O-Szt.Anna", oder  aber "Szent Anna(Uj)",  "Szent Anna
    (Uj)",    "Szent Anna(O)"     (Wandkarte   von  1847).    Die
    Inschrift eines  Gesellenbriefes aus 1838  "Uj-Szentanna" , 
    gibt bereits  einen Hinweis auf  das  spätere Zusammen-
    schreiben.
    Doch  bleibt es bis bis zum Ende des 19.  Jahrhundert bei
    der Dreiteilung:   "Uj-Szt-Anna" oder Uj szent anna.
    Eine einheitliche Schreibweise ist noch nicht  feststellbar

Symbol der Einheit Ungarns

   

Sf. Ana

 Bekanntlich   war   Ioan Slavici,  Klassiker  der rumänischen Literatur, aus
     Vilagos (Siria) gebürtig, 1869   in  "Cumlaus"   als  Notarschreiber  tätig. Er
    erwähnt auch den Nachbarort "Sf.Ana", demnach "Sfinta Ana" , es ist eine eindeutige Lehnüber-
    setzung aus dem ungarischen  "Szent Anna..
   

Khumlusch

 Die  ortsansässigen   Deutschen  sagten schon  immer  "Khumlusch" bei  der
     Wiedergabe des amtlichen "Komlos" / "Komlosch".  Die Vermutung liegt  je-
    doch nahe,  dass "Khumlusch"  und rum.  "Komlos"   keine Verbalhornungen, sondern  die   Fort-
    setzung der örtlichen Aussprache  ungarischer  Einwohner, von denen nach der langen Türken-
    Not, wenn auch nur klägliche Reste zurückblieben.
    Ung. komlo = Hopfen; komlos = hopfenhaltig ; häufiger Ortsname in Altungarn.
   

Santana

 Das  ortsübliche  "schwäbische  Santana" ist die akustische Wiedergabe des    
     ungarischen "Szentanna". Man führe hier nicht die schriftdeutsche Ausspra-
    che für "Sanktanna" an, denn dies ist nur eine gelehrte Bildung, die man während der Zwischen-
    kriegszeit,  als  es wieder ein Hochdeutsch im Ort gab, in  den Schulen und in der  Kirchenkanzel.
   

Szentanna

 von 1900  bis   1918.    Eine    Verordnung  die   Schreibnorm,  d.h. die  Ganz-
     schreibung der drei Einzelteile zu "Ujszentanna" und "Oszentanna"   sorgte
    für große Verwirrung.
    Das Lehrerkollegium der Bürgerschule  führt nunmehr die einheitliche Form ""Ujszentanna" fort.
   

Comlaus /
Santana

 Ein  rumänisches    Santana  veche  /

     noua   gab  es   nicht.   Der  Ort   hieß
    für die Rumänen,  nach 1919, auch  amtlich,   "Comlaus",
    in  Anlehnung an das ung.   "Komlos", das  in  dieser  und
    in   der "Komlous" -  Form schon in alten Urkunden  vor-
    kommt.
    Auf    der    Anzeige   des   Bahnhofes,   gleich  nach   dem
    Imperiumwechsel im Jahr 1919  und  in  den  Schulzeug-
    nissen,  bis im Jahr 1935 stand die Bezeichnung  "Sfanta
    Ana".
    Volkstümliches     "Santana"   kommt   von   "Szentanna"

Symbol des rum. Königreich

    und zu Deutsch "Sanktanna".
   

Sintana

 Die Rechtschreibereform von 1953/54   brachte Sintana,  mit dem  i  aus   a
     In Ermangelung des Zirkumflex-Zeichens (Hausdach) schreibt man  in den
    den deutschen Pässen das ungewöhnliche  "Sintana".
   

  Nach   der  Machtübernahme  durch  die  "Rumänische -
      Arbeiter -    Partei" ,  rumänische     Abkürzung   "PMR",
      und   der   Proklamierung    der   Rumänischen   -  Volks-
      republick, waren die  Kommunisten bestrebt, eine  neue
      Ära in Rumänien einzuleiten. Die Geschichte Rumäniens
      wurde umgeschrieben.
      Nichts   sollte   im   Ardeal,    ( Banat und Siebenbürgen)
      an  das  Christentum  und  andere    nationalstaaatliche
      Symbole deuten, somit wurden viele Ortsnamen umbe-
      nannt.
   

Symbol der Volksrepublik Rumänien

  Das erklärte Ziel der kommunistischen Machthaber war
    eine neue nationale Identität Rumänien überzustülpen. 
   

Santana

  Die  Suche  nach der   wahren  rumänischen   Identität,  fand auch nach  der
      Wende  im Jahr 1989, durch den Sturz Ceausescus, ihre  Kontinuität.
    Der  Gemeinderat  befasste  sich schließlich auch  mit der

    Frage  der Ortsbezeichnung und  für  die Klärung wurde
    ein  Gutachten  von  bestimmten Lehrern   der  "Sf . Ana"
    Schule eingeholt.
    Nach  einer  chronologischen  Recherche  der Geschichte
    des  Ortes in seiner Gesamtheit,  d.h.  Einbeziehung von
    Alt- und  Neusanktanna, wurde  eine   Lösung  gefunden,
    die  keine Rückschlüsse auf nationale  Identitätsnuancen
    aber auch keine Eindeutigkeit,  zuläßt.
    Auf dem Eingangsschild, des zum Rang einer Stadt erho-
    benen  Ortes   steht    " SANTANA" ,  erste   urkundliche

Symbol Rumäniens nach 1990

    Erwähnung 1334.
     
    Ortschronist  der    HOG Sanktanna,   Erwin Schmidt,  gibt   abschließend   folgende Deutung:
      Die Schreibweise "Sanktanna" und rumänisch   "Santana"  
      gehen auf ungarisch  "Szentanna" zurück, das seinerseits  
      die Wiedergabe  des Wiener  kanzleideutschen  "St.Anna"  
      aus der Gründerzeit nach 1742  ist.  
         
    Wir, die  Autoren der Homepage, haben keine  Deutungshoheit, wagen aber folgende These:
      Die  Geschichte  des  christlich katholischen  Sanktanna  
      neigt  sich  ihrem Ende  zu, die  Geschichte des christlich  
      orthodoxen    Santana    hat    bereits    begonnen.